Geschlechteranalysen

Vor einiger Zeit gab es in der Süddeutschen einen Hinweis auf ein lustiges Spielzeug: den GenderAnalyzer. Er analysiert englischsprachige Blogs und ordnet die Person, die sie verfasst einem Geschlecht zu. Ich habe das mal mit einem zufällig ausgewählten Blog probiert und da hat es auch gestimmt. Das war zwar ganz lustig, aber dann bin ich auf die Statistik gegangen, wie oft er recht hat und das Ergebnis ist wirklich erstaunlich. Die Wahrscheinlichkeit richtig zu tippen liegt bei zwei Alternativen bei 50 Prozent – heute ist das Verhältnis 53 zu 47 Prozent. Nicht gerade besonders herausragend. Der stereotypenbelastete Ansatz der Analyse hat mich nicht gerade jubilieren lassen, aber vielleicht sollte es mich jetzt aufmuntern, dass er nicht mal richtig funktioniert. Wieder mal ein Beleg, dass Stereotype zwar das Leben enorm erleichtern, es aber keinesfalls adäquat abbilden. Es gibt sehr viel mehr Möglichkeiten der Lebensgestaltung, als so manche Analysen uns weismachen wollen – auch und gerade im Netz.

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