Schaut mal … Hartz IV und gender

Das Feministische Institut hat eine interessante Analyse von Kathrin Englert veröffentlicht, die zeigt, was passiert, wenn feministische Forderungen ohne eine umfassende Gesellschaftskritik in politische Maßnahmen einfließen. Die Projektion eines ‚männlichen‘ Maßstabes auf die gesamte Bevölkerung setzt alle unter einen ökonomischen Druck, der nun nicht mehr durch die zuvor als ‚weibliche‘ Aufgabe verstandene Sorgearbeit, die eine andere Person leistet, abgefedert wird. Das hat fatale Folgen, die jedoch nur für bestimmte Gesellschaftsgruppen relevant werden. Mittelschichtfeminismus hilft einfach nicht weiter, wenn Gleichberechtigung ein gesamtgesellschaftliches Ziel ist. Solange aber die Verschränkungen verschiedener Ungleichheiten nicht konsequent in den Blick genommen werden, bleibt die Politik auf mindestens einem Auge blind.

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2 Kommentare

  1. bubi zitrone said,

    23. Januar 2010 um 11:46

    danke für den hinweis. hätte ihn mein google alert (feminismus) nicht mit aufgeschnappt, würde ich diesen text vermutlich viel später oder am ende nie lesen…

  2. quietschie said,

    23. Januar 2010 um 20:44

    gern geschehen. was so eine google-indizierung so ausmacht…


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