… oder vielleicht doch nicht? I

In den letzten Tagen hatte ich viel Spaß mit der Liste der größten feministischen TV-Momente vom Missy-Magazin. Die Golden Girls und Ellens Coming out waren echte Hingucker. Aber ein bisschen weiter unten wird ein Interview mit Dagmar Reim verlinkt, die 2003 als erste Frau an die Spitze eines öffentlich-rechtlichen Senders in Deutschland kam. Und dann dachte ich mir: interessante Seite, dieses branchenblog für medienmacher. Aber beim Überfliegen der Auflistung der anderen Videointerviews wurde mir klar: MedienmachER. Ich fürchte, das liegt nicht an der Ausrichtung der Seite, sondern an den Verhältnissen der Branche. In einer wirklich langen Reihe finden sich gerademal sechs weitere Frauen und weil die Liste so kurz ist, zähle ich sie einfach mal auf: Susanne Matthiessen, Bascha Mika, Mercedes Riederer, Domenika Ahlrichs, Silke Springensguth, Mercedes Bunz.

Solange ich solche Beispiele nicht mit der Lupe suchen muss, sondern ständig unbeabsichtigt über sie stolpere, kann mir niemand weißmachen, der Feminismus sei überholt oder es gäbe nicht genügend qualifizierte Frauen. Sie kommen nicht an und sind unsichtbar, aber das heißt nicht, dass es sie nicht gibt!

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