Schaut mal … Medvedevs Videoblog

Bei svobodanews bin ich auf ein interessante Möglichkeit gestoßen, das Hörverstehen zu trainieren: den Videoblog des Präsidenten der Russischen Förderation. In seinem neuesten Beitrag spricht Medvedev über seinen Skiurlaub und fordert dazu auf, mehr Sport zu treiben und sich so zu erholen. Von 2:20 bis 3:20 min sind ein paar Bilder vom Skifahren und  von ‚Fans‘ zu sehen, denen der Präsident Autogramme gibt. Danach erklärt er, dass seit Jahresbeginn Kommentare hinterlassen werden können und er sie interessiert lesen wird.

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Puscheln, was das Zeug hält

Heute gibt es einen echten Kracher, endlich ein Format im Fernsehen, mit einem Titel schöner wie geht. Gäb’s das nicht schon, müsste ich es erfinden. Heute 23:35 Uhr im SWR und SR: die erste Folge von Puschel TV, der Sendung mit Alfons und dem Puschel. Ich bin schon ganz puschelig!

Lektion II: Auch chinesisch will gelernt sein

Vor einiger Zeit hat sich das ZDF mit einer fehlerhaften Übersetzung eines auf russisch beschrifteten Schildes in Finnland ziemlich blamiert. Hat wohl aber außer mir kaum jemand mitbekommen. Darauf kann die Max-Planck-Gesellschaft nun nicht hoffen. Die taz berichtet über einen peinlichen Vorfall: Die letzten Ausgabe ihrer Wissenschaftszeitung trägt auf dem Cover chinesische Schriftzeichen, deren Übersetzung wohl Interpretationssache ist. Eine promovierte Sinologin bewertet sie als Literatur, einige Muttersprachler_innen, die auf die Versendung über den Mailverteiler reagiert haben, sehen das ganz anders. Aufgrund der sexuellen Anspielungen, die der fragmentarische Text enthält, ist das Cover geändert worden. Diese Reaktion zeigt, dass es aufmerksame Zeitgenoss_innen gibt, die zumindest bei wichtigen Publikationen Protest initiieren können.

Aber was ist mit den Massenmedien, denn hier werden die Bilder in unseren Köpfen zuallererst geformt. Ein kritischer Blick auf Übersetzungen aus ‚fremden‘ Sprachen scheint unabhängig von der Reputation bei allen medialen Produkten angebracht. Problematisch bleibt, dass bei dieser kritischen Haltung der gesunde Menschenverstand nicht ausreicht, die richtigen Sprachkenntnisse müssen her, sonst müssen wir uns auf offenbar schlecht abgesicherte Übertragungen verlassen – und sind verlassen.

Auf nach Heulbronn!

Heulbronn - wohin sonst?

Heulbronn - wohin sonst?

Ein schönes Foto vom Weblog Zugschlussbeobachtungen, auf das ich über den Tag Surfer hier bei wordpress gestoßen bin. Aber ich muss ja nicht heulen, wenn es in die Käthchenstadt geht, denn es erwartet mich – die Liebe.

Lektion I: Finnenrussisch

Vor einiger Zeit habe ich bei heute in Europa im ZDF meinen Ohren nicht getraut. Am 14. November wurde berichtet, dass in Finnland immer mehr Grundstücke Russ_innen gehören. Das war das Thema, aber noch nicht der Skandal. Am Beginn des Berichts war folgendes Bild zu sehen:

Feuer machen verboten.

(Quelle: Screenshot ZDF Mediathek)

Der Kommentar dazu lautete: »Betreten verboten, Privatbesitz steht auf dem Schild, auf russisch.« Da steht aber: Feuer machen verboten.  Einen kurzen Moment dachte ich, ich hätte ich mich geirrt. Dann war ich mir dafür um so sicherer und echt schockiert. Ist das Unfähigkeit? Oder Ignoranz? Wie schwer kann es sein, das richtig zu übersetzen? Also bleibt für mich nur ein Schluss: in einem Bericht in öffentlich-rechtlichen Nachrichten, die die Situation in verschiedenen europäischen Ländern beleuchten sollen, ist es nicht so wichtig, Text aus einer europäischen Sprache richtig zu übertragen. Jetzt frage ich mich, ob ich den in Nachrichten angebotenen Übersetzungen überhaupt noch trauen will. Bei diesem Beispiel kann ich die ‚exotische‘ (so exotisch finde ich es ja nicht) Sprache zufälligerweise – und da bin ich unter den Zuschauer_innen auch bestimmt nicht die einzige. Aber was, wenn das türkisch oder chinesisch wäre? Ich würde der Stimme aus dem Hintergrund vertrauen und wäre verloren.

In diesem Zusammenhang ärgert es mich besonders, dass der Beitrag in die Richtung: ‚Hilfe, die Russen kommen!‘ gehalten war und die Fehlübersetzung insofern von entscheidender Bedeutung ist. Feuer zu verbieten kann kaum als unzulässiger Eingriff gewertet werden, das Verbot ein Grundstück zu betreten wirkt im Gegensatz dazu sehr viel restriktiver, als ob den Finn_innen die Bewegungsfreiheit in ihrem eigenen Land genommen werde. So ist das natürlich nicht gesagt worden, aber all das sind Konnotationen, die mitschwingen, und ich hätte mir vom ZDF eine differenziertere Berichterstattung und mehr Vertrauen in die Lesefähigkeit und Sprachkenntnisse des Publikums gewünscht.

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