Lang ist’s her – aber es hat sich gelohnt…

Wer weiß, ob hier überhaupt noch mal jemand vorbeischaut, nach über einem Monat Funkstille, aber die hatte einen guten Grund: ich war an einer anderen Baustelle beschäftigt, und geschrieben habe ich da in den letzten Wochen wahrlich genug. Meine Magistraarbeit ist fertig und trägt den stolzen Titel: „Aristophanes als Quelle für die antike Körpergeschichte – Haut und Haar als Zeichen sozialer Differenz“. Die wichtigste Erkenntnis als Digest:

  • Auch in Athen wurde sich der Hintern abgewischt.

Das sagt alles und nichts über diese Arbeit. Als mir dieser Gedanke kam, konnte ich so richtig herzhaft lachen und das war in den letzten Wochen einfach mal nötig. Aber jetzt prunkt die Arbeit schön und steht gebunden im Bücherregal und nicht mehr als Aufgabe vor mir. Nach dem Entzug von sozialen Kontakten außer zur Korrektur habe ich erst mal zwei Tage hintereinander mit verschiedenen netten und wichtigen Leuten Eis gegessen und angestoßen, langsam komme ich zurück in die Welt der Lebenden.

Und für alle, denen es noch helfen kann, hier meine Tipps für die Abschlussphase der Abschlussarbeit:

  • Immer gut essen, auch wenn ihr denkt, keine Zeit mehr für so was zu haben. Ohne gute Ernährung geht ihr schnell am Stock. (Habe ich zwischendurch mal vergessen – ganz böse!)
  • Deshalb am besten mindestens einmal die Woche bei guten Freund_innen oder Eltern oder wer gerade so da ist zum Essen einladen. Nur so für zwei oder drei Stunden – die Zeit ist immer und rettet über die nächsten Tage: das gute Essen ist der geringere Teil, die aufbauenden Worte und der Kontakt zu Menschen sind unbezahlbar.
  • Deadlines setzen und mit unabänderlichen schönen Sachen verknüpfen. Besuch von lieben oder liebsten Menschen und eine Geburtstagsparty sind gute Aufhänger, die Abstand zu dem verschaffen, woran ihr gerade sitzt. Danach sind die Dinge klarer und die (frühe, erste) Deadline zwingt dazu, schon mal einen Zwischenspurt einzulegen.

Nach 5 Wochen in Berlin  bin ich wieder im lauschigen Heilbronn, dieser Ortswechsel unterstützt hoffentlich  den Erholungseffekt, denn die Wohnung in Berlin verwandelt sich auch in meinem Herzen immer mehr in eine Studierstube, während hier das Leben lockt.