Gastbeitrag: Grüße aus dem Schwarzwald

Heute schreibt mein Liebster exklusiv für drei Hälften über eine schöne Hälfte unseres Lebens: die zurückliegenden Feiertage.

Wie jedes Jahr haben wir aus auch heuer gefragt, was wir bloß am langen Fronleichnam-Brückentag-Wochenende machen sollen. Und so entschieden wir uns, die Gelegenheit zu nutzen, mal den Schwarzwald zu sondieren. Wie letztes Jahr in der Provence habe ich mich auch hier wieder todesmutig an bzw. auf die wildesten Tiere getraut. Wie man auf dem Bild unten sieht, hatte ich noch gute Erinnerungen an ähnlich wagemutige Aktionen, so dass ich das zu zähmende Getier mit einer Maulschraube bissunfähig machte, was allerdings auch sehr gefährlich war.

Krokodil

Angesichts dieser Heldentaten schaute mein Schwarzwald-Mädle voller Bewunderung zu mir herauf:

SchwarzwaldmaedleDes Abends bot mir die romantische Sonnenuntergangsstimmung die beste Gelegenheit für amouröse Avancen.

Sonnenuntergang

Nicht vergessen zu erwähnen darf ich, dass ich ein Croute au fromage gegessen habe, das wird mit Kirschwasser zubereitet. War ja klar, haha was haben wir gelacht. Und als kleines Souvenir für nächsten Samstag gab es ein Fläschle „Schwarzwald-Hochzeit“, das ist Sahnelikör mit Vanille und Kirschwasser. Ist es Zufall? Und neben dem Brand im Glas gab’s auf dem Feldberg noch schöne Sonnenbrände.

Soweit die Kommentare meines Liebsten, ein paar Eichhörnchengeschichten gibt es demnächst.

Frühlingsluft

… haben wir gestern tatsächlich zum ersten Mal schnuppern können. Über 10 Grad und Sonnenschein, da haben wir uns nachmittags noch mal auf den Weg in die Umgebung gemacht, ich bin auf meinem dunkelgrünen Frosch ein paar kleine Berge hoch – und wieder runter. Und es hat geduftet! Nach Erde und Frühling. Wir sind noch immer ganz im Rausch und auch heute kann es wohl so weiter gehen. Sonne wir kommen! Inzwischen sind die Fahrradtouren immer mehr Alltag, aber in den Weinbergen fühle mich trotzdem ein bisschen wie im Urlaub.

Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, eine schon etwas ältere Errungenschaft vorzustellen. Wie das bei drei Hälften so ist, auf einem Bein steht, oder besser, auf einem Rad fährt es sich nicht gut. Deshalb habe ich in Berlin habe ich einen quietschgrünen Mifa-Frosch zur körperertüchtigenden Fortbewegung und hier einen dunkelgrünen aus dem Hause Diamant. Zum Glück hat er im Gegensatz zu dem guten alten Stück von meiner Mama eine Gangschaltung für die Berge und statt Kamikaze-Vorderbremse eine Backenbremse. Dafür fehlt noch das Körbchen. Hier noch ein Bild mit Dynamik, das zeigt, warum Frosch eine so treffende Bezeichnung ist.

Fahrradfrosch ganz forsch

Fahrradfrosch ganz forsch

Und das beste ist: die roten Schuhe hatte ich gestern auch schon wieder an, zu schön!

Schoki-Tour

Am letzten Wochenende haben wir die Umgebung mal nicht auf dem Fahrradsattel, sondern mit Hilfe der Deutschen Bahn erkundet. In Stuttgart sind wir ein wenig durch die weihnachtsmarktgefüllte Innenstadt und die Markthalle spaziert, die genauso ist, wie ich mir idealerweise eine vorstelle. Da ich demnächst auf jeden Fall mal in die Landesbibliothek muss, kann ich dann dort noch mal vorbeigehen und nach Herzenslust richtig schön in den regionalen und internationalen kulinarischen Angeboten schwelgen – das wird lecker.

Stuttgart war nur ein kleiner Zwischenstopp – eigentlich wollten wir nach Tübingen zur chocolART. Anlässlich der Schokimesse gab es in der Innenstadt keinen Weihnachts- sondern einen Schokomarkt, mit allerlei süßen und einigen herzhaften schokoladigen Köstlichkeiten. Da sind wir natürlich mehr als einmal schwach geworden. So lebt es sich im Schokoladenland!

Die Tübinger Innenstadt hat aber auch ohne Schoki einiges zu bieten.  Die kleinen Gässchen winden sich steil zum Schloss hoch, das ich ja eher Burg nennen würde. Von dort oben hatten wir einen schönen Blick in die Stadt und darüber hinaus. In der Woche gibt es wahrscheinlich mehr studentisches Flair, einige nette Läden, die ich gesehen habe, lassen jedenfalls darauf schließen. Alles in allem hatten wir einen schönen Tag in zwei baden-württemberger Städten, der ahnen lässt, was uns hier noch an Unbekanntem und Vielfalt erwartet.